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Kaninchen sind anders als Hund und Katze.

Über Kaninchen und deren Verhalten schreibt Frau Dr. Anne Mc Bride, Verhaltenstherapeutin, in Ihrem u.g. Buch.
Hier einige Auszüge:

Kaninchen sind
  • Beutetiere
  • Pflanzenfresser
  • Pseudo-Koprophagen (Sie fressen ihren eigenen Kot)
  • nachtaktiv
  • sozial
  • leben im Untergrund
Hauptaufgaben sind
  1. Fressen
  2. Aufpassen, dass man nicht gefressen wird
  3. Sich vermehren

Soziale Strukturen

Kaninchen bilden feste Gruppen aus 2 bis 14 Tieren. Das Leben dieser Gruppe findet im Bau und um den Bau herum statt. Lediglich die Männchen verlassen diese Gruppen und bilden ausserhalb der Wurfsaison "Männergruppen".Kaninchen tauchen kurz vor Sonnenuntergang aus ihrem Bau auf und verschwinden kurz nach Sonnenuntergang wieder darin. Die Hauptaktivität ist Fressen. Tagsüber im Bau nehmen die Tiere ihren weichen Kot wieder auf, um Nährstoffe, Bakterien und Enzyme besser auszunutzen.

Mutterliebe (?)

Kaninchen werfen das ganze Jahr über. Im Frühjahr gibt es einen saisonalen Höhepunkt. Die meisten Weibchen werden mit der ersten Hitze tragend. Sie bauen dann ein Nest und werfen nach 30 Tagen. Nach der Geburt verlässt die Mutter das Nest und verschliesst den Eingang. Jetzt kommt sie täglich einmal, um ihre Jungen für 3 Minuten zu säugen. Ansonsten verbringt sie keine Zeit in der Nähe des Nestes. Nach 18 Tagen verlassen die Jungen erstmalig den Bau und fressen oberhalb der Erde. Die Mutter kommt weiterhin einmal täglich zum Säugen vorbei bis diese ca. einen Monat alt sind. Danach werden sie auf sich selbst gestellt.

Kaninchen zuhause:

Futter: Die Zähne der Kaninchen wachsen ständig und sind auf Schneiden und Mahlen spezialisiert. Aus diesem Grund füttert man zum Beispiel Heu, Grünfutter, Möhren in Scheiben, damit sich das Kaninchen den ganzen Tag mit Fressen beschäftigen kann. Bei einer Futterumstellung muß langsam gewechselt werden, damit es nicht zu Durchfall kommt.

Käfighaltung: Kaninchen sind soziale Tiere und können in Gruppen gehalten werden. Achten Sie jedoch darauf, dass die Tiere genügend Auslauf und frische Luft bekommen. Wichtig ist auch, dass sich die Tiere einzeln absondern können.

 

 

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Redaktion: Dr. med.vet. Marion Tischer
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last modified: 21.3.2001