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Die Addison'sche Krankheit
(Primäre Nebennieren-Insuffizienz)

Wie kommt diese Krankheit zustande?
Als Addison'sche Krankheit bezeichnet man die primäre Nebennierenrinden (NNR)-Insuffizienz, die beim Hund, seltener bei der Katze auftritt. Diese Krankheit beruht auf einer verminderten Ausschüttung der NNR-Hormone :Gluko- und Mineralokortikoide, d.h. die NNR ist in ihrer ursprünglichen Leistung reduziert (insuffizient).

Ursachen dieser verminderten Ausschüttung können Infektionen, Krebs, Medikamente oder Drogen oder aber unbekannter Art sein.

Als Folge tritt ein

  • Ein Mangel an Gluko- und Mineralokortikoiden
  • Beeinträchtigung der Natrium- und Wasserspeicherung im Körper des Tieres durch die verminderte Produktion (Sekretion) der Mineralokortikoide (besonders des Aldosterons)
  • Natrium und Wasser werden vermehrt ausgeschieden, und dadurch wird das im Körper zirkulierende Blutvolumen vermindert, sowie die Herz- und Leberfunktion beeinträchtigt.
  • Der Aldosteronmangel andererseits bedingt auch einen Überschuß an Kalium im Körper (Hyperkaliämie), wodurch es zu Muskelschwäche, verlangsamten Reflexen und zu einer gestörten Reizleitung am Herzen kommt
  • Appetitverlust und verminderte Streßtoleranz der Tiere. Die betroffenen Tiere befinden sich meist in einem Schockzustand, der als Addinson-Krise bezeichnet wird.

Es gibt keine bevorzugten Rassen; neueste Erkenntnisse allerdings weisen auf einen genetischen Faktor bei Pudeln und Collies hin. Die NNR-Insuffizienz scheint eine Erkrankung des jungen und mittelalten Hundes zu sein, denn die Altersspanne liegt zwischen 3 Monaten und 9 Jahren (Mittel 4-5 Jahre), wobei es sich bei 70% der betroffenen Tiere um Hündinnen und Katzen handelt.

 

Wie behandelt der Tierarzt diese Krankheit?

  1. Die Ausgangsbehandlung dieser Krankheit sollte in einer Tierklinik stattfinden, weil es notwendig ist, Infusionen und Medikamente regelmäßig kontrolliert zu verabreichen, sowie ständig Labortests zu wiederholen. Sobald Ihr Tier auf die richtige Dosis an Medikamenten (Ihr Tierarzt sagt:)"eingestellt" wurde, und die Störung effektiv zu Hause behandelt werden kann, kann es nach Hause entlassen werden. Trotzdem wird eine lebenslange Behandlung erforderlich sein.
  2. Medikation: Geben sie Ihrem Tier alle ihm verschriebenen Medikamente und informieren sie Ihren Tierarzt, wenn diese nicht wie verordnet verabreicht werden können.. Anfangs werden Ihrem Tier Glukokortikoide verschrieben werden, die aber nach der Initialtherapie nicht weiter verabreicht werden. Danach kann eine Erhaltungstherapie mit Mineralokortikoiden eingeleitet werden. Als Medikament der Wahl wird das oral, d.h. im Magen-Darmtrakt resorbierbare, "Fludrocortisonazetat" verschrieben.
  3. Bewegung: Während der Erholungsphase sollte ihr Tier aufgrund der Unfähigkeit normal auf Stress reagieren zu können ruhig gehalten werden. Sobald er Zustand ihres Haustieres beständig ist können sie die Bewegungsaktivität langsam steigern.
  4. Wasser: Geben sie ihrem Tier die Möglichkeit, ständig an frisches, sauberes Trinkwasser zu gelangen.
  5. Futter: Gewöhnlich wird keine spezielle Diät angeordnet, aber einige Tiere benötigen aufgrund des Natriumverlustes Salzzusatz zum Futter. Ihr Tierarzt wird sie diesbezüglich beraten.

Benachrichtigen Sie Ihren Tierarzt, wenn einige der folgenden Symptome auftreten sollten: ·

  • Ihr Tier erbricht sich oder hat Durchfall ·
  • Ihr Tier erscheint übermäßig durstig und muß häufig Harn absetzen ·
  • Ihr Tier wirkt niedergeschlagen ·
  • hr Tier durchlebt kurze Episoden von Schwäche, Depressionen oder Krankheit

(ds, 6/2001)

Verwendete Literatur: Erlewein, David L.: Canine and feline medical and surgical problems : instructions for veterinary clients. - 3. ed. - St. Louis [u.a.] : Mosby, 1996. ISBN 0-8151-3161-5

 

 

 

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Kontakt last modified: 2.7.2001