 |
Die
Addison'sche Krankheit
(Primäre Nebennieren-Insuffizienz)
Wie
kommt diese Krankheit zustande?
Als Addison'sche Krankheit bezeichnet man die primäre Nebennierenrinden
(NNR)-Insuffizienz, die beim Hund, seltener bei der Katze auftritt.
Diese Krankheit beruht auf einer verminderten Ausschüttung der NNR-Hormone
:Gluko- und Mineralokortikoide, d.h. die NNR ist in ihrer ursprünglichen
Leistung reduziert (insuffizient).
Ursachen
dieser verminderten Ausschüttung können Infektionen, Krebs, Medikamente
oder Drogen oder aber unbekannter Art sein.
Als
Folge tritt ein
Es gibt
keine bevorzugten Rassen; neueste Erkenntnisse allerdings weisen auf
einen genetischen Faktor bei Pudeln und Collies hin. Die NNR-Insuffizienz
scheint eine Erkrankung des jungen und mittelalten Hundes zu sein, denn
die Altersspanne liegt zwischen 3 Monaten und 9 Jahren (Mittel 4-5 Jahre),
wobei es sich bei 70% der betroffenen Tiere um Hündinnen und Katzen
handelt.
Wie
behandelt der Tierarzt diese Krankheit?
-
Die Ausgangsbehandlung dieser Krankheit sollte in einer Tierklinik
stattfinden, weil es notwendig ist, Infusionen und Medikamente regelmäßig
kontrolliert zu verabreichen, sowie ständig Labortests zu wiederholen.
Sobald Ihr Tier auf die richtige Dosis an Medikamenten (Ihr Tierarzt
sagt:)"eingestellt" wurde, und die Störung effektiv zu Hause behandelt
werden kann, kann es nach Hause entlassen werden. Trotzdem wird eine
lebenslange Behandlung erforderlich sein.
-
Medikation: Geben sie Ihrem Tier alle ihm verschriebenen Medikamente
und informieren sie Ihren Tierarzt, wenn diese nicht wie verordnet
verabreicht werden können.. Anfangs werden Ihrem Tier Glukokortikoide
verschrieben werden, die aber nach der Initialtherapie nicht weiter
verabreicht werden. Danach kann eine Erhaltungstherapie mit Mineralokortikoiden
eingeleitet werden. Als Medikament der Wahl wird das oral, d.h. im
Magen-Darmtrakt resorbierbare, "Fludrocortisonazetat" verschrieben.
-
Bewegung:
Während der Erholungsphase sollte ihr Tier aufgrund der Unfähigkeit
normal auf Stress reagieren zu können ruhig gehalten werden. Sobald
er Zustand ihres Haustieres beständig ist können sie die Bewegungsaktivität
langsam steigern.
-
Wasser:
Geben sie ihrem Tier die Möglichkeit, ständig an frisches, sauberes
Trinkwasser zu gelangen.
-
Futter:
Gewöhnlich wird keine spezielle Diät angeordnet, aber einige Tiere
benötigen aufgrund des Natriumverlustes Salzzusatz zum Futter. Ihr
Tierarzt wird sie diesbezüglich beraten.
Benachrichtigen
Sie Ihren Tierarzt, wenn einige der folgenden Symptome auftreten
sollten: ·
-
Ihr
Tier erbricht sich oder hat Durchfall ·
-
Ihr
Tier erscheint übermäßig durstig und muß häufig Harn absetzen ·
-
Ihr
Tier wirkt niedergeschlagen ·
-
hr
Tier durchlebt kurze Episoden von Schwäche, Depressionen oder Krankheit
(ds, 6/2001)
Verwendete
Literatur: Erlewein, David L.: Canine and feline medical and surgical
problems : instructions for veterinary clients. - 3. ed. - St. Louis
[u.a.] : Mosby, 1996. ISBN 0-8151-3161-5
|
|
Hundekot
auf Berlins Strassen
|